Dezember 2020

Bundesweiter Aktionstag

Mahnwache

DFG-VK und die Friedensinitiative Bielefeld/OWL laden ein zu einem bundesweiten Aktionstag auch in Herford:

Sa 05. Dezember 2020, 11.00 - 12.00 Uhr,  Herford, Kundgebung und Mahnwache auf dem Alten Markt

FRANKFURTER APPELL

ABRÜSTEN STATT AUFRÜSTEN – NEUE ENTSPANNUNGSPOLITIK JETZT!


Das Gespenst des Kalten Krieges ist zurück. Die Welt steht am Rande des Friedens, denn sie wird zu einer zerbrechlichen Einheit. Das Krebsgeschwür des Nationalismus breitet sich aus. Soziale Un-gleichheiten spitzen sich zu. Die globale Klimakrise bedroht die Menschheit. Kriege und Naturzerstö-rung sind entscheidende Gründe für Flucht und Vertreibung. Die Corona-Pandemie ist ein Beleg dafür, dass die sozialen und ökologischen Schutzschichten des menschlichen Lebens dünn geworden sind. Es drohen neue Verteilungskämpfe – national, europäisch, global. Das 21. Jahrhundert wird entweder ein Jahrhundert neuer Gewalt oder ein Jahrhundert des nachhaltigen Friedens. Darüber entscheiden wir heute. Wir brauchen zivile Antworten, bei uns, in Europa und weltweit.


Ein neuer Rüstungswettlauf ist bereits in vollem Gange. Konflikte, Kriege und bewaffnete Auseinandersetzungen tragen zu Flucht und Migration bei.
Abrüstung findet nicht statt, zentrale Vereinbarungen der Rüstungskontrolle wurden aufgekündigt. Neue Atomwaffen werden stationiert. Die weltweiten Militärausgaben erreichen neue Rekordhöhen; allein auf die zehn Länder mit den höchsten Rüstungsausgaben entfallen 75 Prozent. Und sie sollen weiter gesteigert werden. Deutschland liegt auf Platz sieben und hatte 2019 den höchsten Zuwachs unter den ersten 15 Staaten. Bei den Waffenexporten erreicht unser Land den skandalösen Rang fünf. Der Wahnsinn muss gestoppt werden. Andernfalls drohen neue Verteilungskämpfe zulasten sozialer und ökologischer Reformen.


Auf- und Hochrüstung ist keine Antwort auf die großen Herausforderungen unserer Zeit. Sie verschärft die Gefahr neuer Kriege und verschwendet wertvolle Ressourcen, die für eine friedliche Weltordnung dringend gebraucht werden – für den Klimaschutz, die Bekämpfung der Fluchtursachen, die Entwick-lungszusammenarbeit und die Verwirklichung der Menschenrechte. Die doppelte Gefahr eines Selbstmords der menschlichen Zivilisation ist denkbar geworden, durch die Hochrüstung genauso wie durch die ungelösten sozialen und ökologischen Krisen.


Unsere Welt ist auf Gegenseitigkeit angewiesen, um Frieden zu schaffen und dauerhaft Abrüstung und Frieden zu verwirklichen. Für eine neue Entspannungspolitik in gesamteuropäischer Perspektive ist eine starke Zivilgesellschaft notwendig, nicht Spaltung und Ausgrenzung und schon gar nicht ein neuer Nationalismus. Das Friedensprojekt eines zivilen Europas muss nach wie vor zum Vorbild für andere Weltregionen werden. Verantwortung übernehmen heißt deshalb: abrüsten statt aufrüsten.
Im November 1980 wurde der Krefelder Appell vorgestellt, mehr als fünf Millionen Bundesbür-ger*innen haben ihn unterstützt. Damals lehnte die Friedensbewegung die Stationierung neuer atoma-rer Mittelstreckenraketen in Europa ab. Das fordern wir auch heute. In erster Linie wenden wir uns gegen das Nato-Ziel, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für militärische Ziele auszugeben.


Wir fordern eine neue Friedens- und Entspannungspolitik, ein System gemeinsamer Sicherheit und kontrollierter Abrüstung. Der Rüstungsexport an Krisenregionen, an kriegsführende Staaten und an diktatorische oder autokratische Regime muss schnellstmöglich beendet werden. Die Bundeswehr darf nicht mit bewaffneten Drohnen ausgestattet werden. Wir wollen ein atomwaffenfreies Deutschland und sprechen uns für eine weltweite Ächtung autonomer Waffensysteme aus.
Das Gebot der Stunde lautet: Investitionen in die soziale und ökologische Gestaltung der Transforma-tion - in Hochschulen, Schulen und Kitas, in den sozialen Wohnungsbau, in die öffentliche Infrastruktur, in mehr soziale Sicherheit und in den Klimaschutz und eine ökologische Kreislaufwirtschaft. Denn wer den Frieden will, muss für den Frieden kämpfen.


Wir rufen auf zum bundesweiten Aktionstag für „Abrüstung und neue Entspannungspolitik“ am 5. Dezember 2020. Mitmachen!

Online Lesung + Diskussion

Olivia Wenzel liest: 1000 Serpentinen Angst

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den Falken Kreisverband Herford statt.

Autorin: Olivia Wenzel. Foto: Juliane Werner.

„»Ich habe mehr Privilegien, als je eine Person in meiner Familie hatte. Und trotzdem bin ich am Arsch. Ich werde von mehr Leuten gehasst, als meine Großmutter es sich vorstellen kann. Am Tag der Bundestagswahl versuche ich ihr mit dieser Behauptung 20 Minuten lang auszureden, eine rechte Partei zu wählen.«

Eine junge Frau besucht ein Theaterstück über die Wende und ist die einzige schwarze Zuschauerin im Publikum. Mit ihrem Freund sitzt sie an einem Badesee in Brandenburg und sieht vier Neonazis kommen. In New York erlebt sie den Wahlsieg Trumps in einem fremden Hotelzimmer. Wütend und leidenschaftlich schaut sie auf unsere sich rasant verändernde Zeit und erzählt dabei auch die Geschichte ihrer Familie: von ihrer Mutter, die Punkerin in der DDR war und nie die Freiheit hatte, von der sie geträumt hat. Von ihrer Großmutter, deren linientreues Leben ihr Wohlstand und Sicherheit brachte. Und von ihrem Zwillingsbruder, der mit siebzehn ums Leben kam. Herzergreifend, vielstimmig und mit Humor schreibt Olivia Wenzel über Herkunft und Verlust, über Lebensfreude und Einsamkeit und über die Rollen, die von der Gesellschaft einem zugewiesen werden.

Beginn: 19.00

Ort: online

Anmeldung unter post@gegenrechts.info

Online Fachgespräch

DAS ALLGEMEINE GLEICHBEHANDGLUNGSGESETZ IN BERUF UND ALLTAG

Die Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit des DRK Kreisverband Herford-Stadt e.V. lädt in Zusammenarbeit mit der Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford zu einem Fachgespräch ein. Das im August 2006 in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hat auf vielen Ebenen Relevanz.
Das Fachgespräch will allen Interessierten, die im Beruf, im Ehrenamt oder im Alltag Berührungspunkte mit dem AGG haben, einen ersten Einblick über Systematik, Anwendung und Rechtsmittel des AGGs geben. Ein besonderer Fokus liegt auf den Erfahrungen von/ mit Migrant*innen, rassistischer Diskriminierung und Intersektionalität.

Referent:in: Prof.in Dr. Constanze Janda
Professorin für Bürgerliches Recht, Medizinrecht, Deutsches und Europäisches Sozialrecht. Inhaberin des Lehrstuhls für Sozialrecht und Verwaltungswissenschaft an der Deutschen
Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer.

Wann: Freitag, 11. Dezember 2020
10:00 Uhr bis 11:30 Uhr.
Bitte um 09:45 Uhr einloggen

Beschränkte Teilnahmeplätze.
Registrierung unter:
antidiskriminierungsstelle@drk-herford.de

Den Flyer zur Veranstaltung findet sich hier

Online Vortrag

DER GANZ NORMALE RASSISMUS

Die Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit des DRK Kreisverband Herford-Stadt e.V. lädt in Zusammenarbeit mit der Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford zu dem Onlinevortrag „Der ganz normale Rassismus“ ein.
Alltagsrassismus ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass er sich in alltäglichen Situationen zeigt. Dabei ist er allgegenwärtig und doch unscheinbar, gleichermaßen banal und wirkungsmächtig, immer aber zeigt er sich als ganz normal.

Was genau sind Erscheinungsformen von Alltagsrassismus?
Was macht er, nicht nur mit Betroffenen?
Wie können wir ihm begegnen?
Diesen und anderen Fragen wollen wir nachgehen.

Referent:in: Prof. in Maria Do Mar Castro Varela
Professorin für Soziale Arbeit und Allgemeine Pädagogik.
Forschungs- und Interessenschwerpunkte: Postkoloniale Theorie, Kritische Bildungs- und Erziehungswissenschaften, Gender und Queer Studies sowie Trauma-Studien

Wann: Mittwoch, 16. Dezember 2020
19:00 Uhr bis 20:30 Uhr.
Bitte um 18:45 Uhr einloggen

Beschränkte Teilnahmeplätze.
Registrierung unter:
antidiskriminierungsstelle@drk-herford.de

Den Flyer zur Veranstaltung findet sich hier

Workshop

„Parolen Paroli“ – Ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Stadtbücherei Spenge und das Diakonische Werk im Ev. Kirchenkreis Herford laden ein!


Im Zug, Restaurant oder in der Warteschlange an der Supermarktkasse begegnen sich Menschen
und kommen ins Gespräch. Manchmal sind es schöne kurze Gespräche, manchmal diskutieren
oder streiten sich die Personen aber auch. Fallen dabei rassistische und andere diskriminierende
Sprüche, schweigen viele, und ärgern sich später, wenn sie nicht reagiert haben.
Genau hier setzt der Workshop „PAROLEN PAROLI“ an, der Mut machen will, sich einzumischen,
wenn Menschen durch entwertende Äußerungen herabgesetzt werden. Mit Theaterszenen,
ermutigenden Trainingsmethoden und einem "Spickzettel" erhalten Sie im Workshop das
notwendige Mundwerkszeug, um sich in künftigen Diskussionen elegant aber auch eindeutig für
Menschenrechte einzusetzen.


Zu diesem besonderen Abend laden wir alle Interessierten herzlich ein.


Mittwoch, den 16. Dezember 2020
Beginn: 18.00 Uhr


Online via Zoom


Da es sich hierbei um eine teilnehmerbegrenzte Veranstaltung handelt, ist eine Anmeldung per
E-Mail (sven.steinkuehler@dw-herford.de) oder Telefon (05221/599858) unbedingt erforderlich.
Der Link zur Veranstaltung wird Ihnen vor Beginn der Veranstaltung per E-Mail zugesendet.
Wir freuen uns mit Ihnen auf einen anregenden Abend und eine rege Teilnahme.

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