09.07.2019

Vortrag

Völkische Landnahme und rechtsextreme Gewalt

Ende Mai 2019 erschien das Buch „Völkische Landnahme: Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos“ der beiden Fachjournalist*innen Andrea Röpke und Andreas Speit. Diese arbeiten in ihrem Werk die Bedeutung der „nationalen Graswurzelarbeit“ völkischer Großfamilien für die extreme Rechte in Deutschland heraus. Sie analysieren die überkommenen Geschlechterbilder, die autoritären Erziehungsmuster und die gegen die Demokratie gerichteten Positionen in der extremen Rechten. Die Akteur*innen dieses Milieus sind seit Generationen in der neonazistischen Szene aktiv und widmen sich der Hintergrundarbeit: Der „Weltanschauungsschulung“, der Kindererziehung und der Kulturarbeit. Im Schatten des positiv besetzten Begriffs „Ökologie“ breiten sich diese Strukturen von der Öffentlichkeit wenig beachtet aus. Dabei bilden sie das ideologische und organisatorische Rückgrat der organisierten Szene zwischen NPD und militantem Neonazismus.

2009 wurde die Heimattreue Deutsche Jugend in der ideologischen Nachfolge der Hitler-Jugend verboten. Die Aktivist*innen erzogen nicht nur Kinder im Sinne des Nationalsozialismus, sondern waren auch in Waffenhandel und andere Straftaten verwickelt. Die Einheit „Hermannsland“ der HDJ in Lippe war eine der aktivsten Gruppen in ganz Deutschland. Dieser Personenkreis macht auch nach dem Verbot weiter. Ohne Namen aber mit ungebremster Aktivität. Fast jedes Wochenende finden Treffen mit den Kindern der führenden Köpfe der ostwestfälischen Naziszene statt. Als Organisation dient dabei die Artgemeinschaft, eine neofaschistische/germanophile Religionsgemeinschaft.

Bei der Veranstaltung am 9. Juli 2019 wird die Journalistin Andrea Röpke aus ihrem neuen Buch vortragen. In einem zweiten Teil an dem Abend wird der Autor Jan Raabe Einblicke in die regionale Szene und ihre Aktivitäten geben.

Veranstaltende: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im RB Detmold & Argumente und Kultur gegen Rechts

 

Ausschlussklausel
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

TERMINE

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