Mai 2020

75. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus

Kundgebung: Nein zu Aufrüstung und Krieg, Nein zu Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus

Aufruf der DFG-VK NRW

Der 8 Mai 1945 war der Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus. Es war der Tag der Befreiung für all
diejenigen, die den Nazis offen oder heimlich Widerstand geleistet oder auf andere Weise in Opposition zum
NS-Regime gestanden hatten. Es war der Tag der Befreiung für die, die von den Nazis zu Opfern erklärt
wurden, wie die Juden, die Sinti und Roma, die Behinderten u.a. Es war der Tag der Befreiung für die
Zwangsarbeiter, es war die Befreiung auch für die Häftlinge der KZ.


Es war aber auch die Befreiung von den Schrecken des Krieges, den Bombenalarmen und Angriffen, von der
Angst der Angehörigen der Soldaten, dass die Männer, Brüder oder Söhne nicht lebend nach Hause kommen
würden.
Es war eine Befreiung durch die alliierten Militärs, unterstützt durch die Aktionen der
Widerstandskämpfer*innen, die sich mit und auch ohne Waffen den Nazis entgegenstellten. Es war eine
Befreiung, die erkauft wurde mit dem Tod von Millionen Menschen auf allen Seiten. Und auch deshalb stand
am Ende die breit getragene Erkenntnis: Das darf sich nie wiederholen: "Nie wieder Faschismus- nie wieder
Krieg".
Doch der zunehmende Kalte Krieg machte diese Erkenntnis schon bald zunichte, ließ Militaristen und
Revanchisten wieder erstarken. Heute, 75 Jahre nach dem Ende des II. Weltkrieges ist Krieg wieder zum Mittel
der Politik geworden. Die NATO setzt wirtschaftliche und strategische Interessen weltweit mit Militär durch,
auch Großmächte wie Russland und China setzen auf Militär. Seit den 90er Jahren ist die Bundeswehr an immer
neuen Kriegen beteiligt, zunächst in Jugoslawien, dann in Afghanistan, heute in Syrien und in Mali. Seit Anfang
2017 stehen auch wieder deutsche Soldaten an der Grenze zu Russland. Die Konfrontationspolitik der NATO
gegenüber Russland führt zu einem neuen, auch atomaren Rüstungswettlauf, schafft eine neue gefährliche
Unsicherheit in Europa. Die deutschen Militärausgaben werden stetig erhöht, eine Verdoppelung bis Mitte der
zwanziger Jahre ist geplant.
Krieg ist nicht denkbar ohne Feinbilder, ohne nationalistischen Dünkel, ohne rassistische Verächtlichmachung
anderer Völker und Gruppen. Und so gehen neue Kriege und eine zunehmende Rechtsentwicklung Hand in
Hand. Pegida und AfD hetzen gegen Flüchtlinge, NPD, Die RECHTE und andere schüchtern ganze Stadtteile
ein. Auf die NSU-Morde folgten die Morde und Anschläge von Halle, Kassel und Hanau. Die Rechten wollen
das Rad der Geschichte zurückdrehen, Unsicherheit und Ängste der Menschen für ihre reaktionären,
verbrecherischen Zwecke missbrauchen.


Das ist nicht das Land, von dem die vor 75. Jahren befreiten Menschen mehrheitlich geträumt haben. Es ist und
bleibt unsere Aufgabe, aktiv einzutreten für das Ziel eines gerechten, friedlichen, solidarischen Deutschlands,
einem Land, das keine Soldaten in andere Länder schickt sondern zivile Helfer, keine Rüstung exportiert, ein
Land, das faire Handelsabkommen mit Ländern in Asien und Afrika abschließt, damit dort alle Menschen ein
lebenswerte Zukunft finden. Ein Land, das offen ist für Flüchtlinge, das keinen Fremdenhass kennt, keine
Diskriminierung Andersgläubiger oder von Minderheiten.
Der 8. Mai 2020 erinnert uns an dieser Verantwortung.
Wir sagen Nein zu Aufrüstung und Krieg, nein zu Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus!

 

Aktion mit Plakaten, Schildern etc. Fr. 08.05.2020, 16.00 - 17.00 Uhr Alter Markt Herford, Veranstaltende:

Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen Ostwestfalen-Lippe (DFG-VK OWL gemeinsam mit dem Herforder Bündnis für gerechten Welthandel, den Naturfreund*innen und den LINKEN Herford sowie engagierten Einzelpersonen

 

 

Anmerkung: Die Fachstelle zeigt in diesem Kalender gerne das solidarische Engagement der Menschen im Kreis Herford wieder.

Wir sind alle sind derzeit alle weiterhin dazu aufgefordert, uns an die derzeitigen Sicherheits-und Hygienemaßnahmen im Rahmen von Corona zu halten. Aktuelle Infos dazu finden sich auf der Seite des Kreises Herford

https://www.kreis-herford.de/LEBEN/Gesund-sein-und-bleiben/Infektionen-und-Krankheiten/Informationen-zum-Coronavirus

 

"Rettungskette für Menschenrechte" VERSCHOBEN

Aktion durch Deutschland, Österreich und Italien

Aufgrund der aktuellen Situation wird die europaweite Aktion verschoben, mehr Infos finden sich unter

https://www.rettungskette2019.de/de/home/

Die Planungen für die genaue Route durch OWL laufen, ob und wie im Kreis Herford sich beteiligt wird, klärt sich derzeit.

Bei Fragen bitte melden unter post@gegenrechts.info, wir können Kontakt zu weiteren Interessierten herstellen.

Es gibt eine Orgagruppe, die sich regelmäßig trifft.

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