TERMINE

Disclaimer: Die Terminrubrik ist eine Plattform für kreisweite Aktionen und Veranstaltungen zu den Themenbereichen Rassismus und Rechtsextremismus und ihren Facetten. Die Fachstelle NRWeltoffen stellt die Termine ein, ist jedoch nicht gleichzusetzen als Veranstalterin. Gern können wir auch zugesendete Termine einstellen unter post@gegenrechts.info

November 2026

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht

Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945

Mittwoch, 04.11.2026, 19:30 Uhr, Elsbach Haus Herford, Goebenstr. 3-7 Herford

Veranstalter*in: Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken

Im Rahmen des Gedenkens an die Reichspogromnacht am 9. November laden wir Sie herzlich zu einer Veranstaltung mit Götz Aly ein.

Der Vortrag mit dem Titel „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945“ widmet sich der neuen Publikation des Autors. Am 4. November 2026 um 19:30 Uhr stellt Götz Aly sein neuestes Buch im Elsbachhaus (Goebenstraße 3–7, 32052 Herford) vor. Im Anschluss an den Vortrag findet ein moderiertes Gespräch mit dem Autor statt. Die Veranstaltung wird vom Kuratorium Erinnern – Forschen – Gedenken e.V. in Kooperation mit der Erwachsenenbildung im Kirchenkreisverband Herford, Lübbecke, Minden und Vlotho, der Volkshochschule im Kreis Herford und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V. durchgeführt. Der Eintritt ist frei.

Götz Aly zählt zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. In seinem neuen Buch stellt er die zentrale Frage: Wie konnte das geschehen? In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Schon bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg, das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?

Die Antwort ist vielschichtig. Die NSDAP versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand. Zugleich hielt sie die Menschen in ständiger Bewegung: keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken. So führte der Weg in den Krieg. Als der Glaube an einen Sieg schwand, wurde aus der „Volksgemeinschaft“ eine „Verbrechensgemeinschaft“. Jeder konnte wissen, welche Schuld die Deutschen auf sich luden. Zugleich wurde die Angst vor dem, was nach einer Niederlage geschehen würde, bewusst geschürt.

Götz Aly schildert in einer fesselnden Erzählung die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten und von denen nicht wenige beängstigend aktuell erscheinen.

Anmeldung unter kontakt@gcjz-herford.de

Kooperationspartner:
VHS im Kreis Herford
Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreisverband Herford/ Lübbecke/ Minden/ Vlotho
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.

Aufbrüche - Dem Faschismus begegnen

Lesung der Herforder AutorInnen-Gruppe

Samstag, 07.11.2026, 19 Uhr

Villa Kunterbunt, Kaiser-Wilhelm-Str. 2 (1. Etage) in Bünde

Aus aktuellem Anlass und in Fortführung des Erinnerns an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 liest die Herforder AutorInnen-Gruppe am Samstag, 7. November, 19 Uhr, in der „Villa Kunterbunt“, Kaiser-Wilhelm-Straße 2 (1. Etage), in Bünde Lyrik und Prosa über das Aufbrechen von Gewohnheiten und den Aufbruch zu einem menschlichen Miteinander, gegen Rassismus, Faschismus, und für ein schönes Leben.  

„Es bedarf nicht einmal der Erinnerung und keines Gedenkens an die düsteren Kapitel der deutschen Geschichte“, sagt der Bünder Autor Nicolas Bröggelwirth und meint damit den blauen Elefanten, der mitten in der Republik steht. „Jede Zeit hat ihre eigenen Herausforderungen und muss eigene Antworten auf den drohenden Faschismus finden, der nicht nur ein Spiegel der Vergangenheit ist, sondern sich in ganz konkreter Form in den letzten Jahren in dieser Demokratie manifestiert.“ Literatur kann auf einen Sinn im Leben zeigen, der nicht dem Modus der Verwertbarkeit und Herrschaft folgt, glaubt die Gruppe und zeigt sich in diesem Punkt geschlossen.

„Insofern geht es besonders um das Eröffnen von lebendigen Prozessen und um das ,ins Leben lauschen’“, so der Philosoph Ralf Burnicki. „Eva von Redecker zufolge sei ein gutes Mittel gegen Faschisierungen die Förderung der Vielfalt der Vorstellungskraft und damit verbunden eine reiche Sprache.“ Bei der Lesung ginge es daher um Erweiterungen der Vorstellungskraft, nicht allein um politisches Mahnen an die Nazi-Verbrechen. „Natürlich haben wir nicht auf alles Antworten, die schon morgen aus dieser Welt eine bessere, tolerantere und lebenswertere machen könnten“, sagt die Romanautorin Kerstin Honerkamp. „Aber wer zu unseren Lesungen kommt, weiß, dass er nicht allein ist. Aus dem gemeinsamen Erleben unserer Texte kann man Hoffnung mitnehmen.“

Und Petra Czernitzki ergänzt: „Vielleicht ist die Literatur ein Mittel, das uns zu uns selbst - in unserer Vielheit – zu helfen vermag.“ Michael Helm sagt: „Neurechte Ideologien erfordern aktuelle widerständige Antworten. Der gegenwärtige Faschismus ist eben nicht der der Vergangenheit.“ Die Mitglieder der Herforder AutorInnen-Gruppe sind einzeln wie auch als Gemeinschaft durch zahlreiche Lesungen über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Michael Helm, Autor von Kurzprosa und Rezitator, begreift in den von ihm gestalteten Lesungen die Stimme als prägendes Element von Literatur.

Kerstin Honerkamp aus Bünde, Autorin von Theaterstücken und Gedichten, setzt sich kompromisslos für das Zwischenmenschliche ein. Den Widrigkeiten des Alltags widersteht stets auf humorvolle und zugleich tiefsinnige Weise die Romanautorin und Lyrikerin Petra Czernitzki, und der Humor kommt auch bei dem Bünder Autor Nicolas Bröggelwirth nicht zu kurz, wenn er mit der ihm eigenen Ausdrucksfähigkeit Nationalismus und Konservatismus aufs Korn und den manchmal erhobenen Zeigefinger nimmt. Eindringlich sind auch die bildhaften Gedichte von Ralf Burnicki, die auf eine offene und pluralistische Gesellschaft abzielen. “

Die Zuhörerschaft erwartet ein vielseitiges Literaturereignis, das zum Nachdenken anregt“, heißt es von den Veranstaltenden, zu denen neben der Gruppe das Jugendzentrum „Villa Kunterbunt“ zählt. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Spende für das Jugendzentrum ist erwünscht.  

Weitere Informationen

Save the Date: Buchvorstellung von Susanne Siegert

Gedenken neu Denken. Wie sich unser Erinnern an den Holocaust verändern muss

Mittwoch, 11.11.2026, 18:30 Uhr, Herford, Veranstaltungsort: Synagoge Herford, Komturstraße 21

Eintritt kostenfrei, Anmeldung per Email: anmeldung@gegenrechts.info oder Formular

Unsere Erinnerungskultur muss sich verändern. Wie und warum, legt Susanne Siegert in diesem Buch dar. Sie plädiert für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den Opfern. Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachlässigte Opfergruppen. Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie wichtig eine aktivere, vielfältigere Gedenkkultur ist, um künftige Generationen auch ohne direkte Zeitzeugenberichte zu erreichen.

Susanne Siegert, geboren 1992, ist Journalistin und eine der bekanntesten Stimmen der digitalen Erinnerungskultur in Deutschland. Sie klärt auf Instagram und TikTok über den Holocaust auf. Für ihre innovative und engagierte Arbeit wurde sie 2024 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet, 2025 erhielt sie den Margot Friedländer Preis. Siegert lebt in Leipzig.

Das ist der Instagram-Account von Susanne Siegert. @keine.erinnerungskultur

Geschichte des Antisemitismus

Teil 5: Zeitalter der Vernunft, Zeitalter des Kolonialismus

Mittwoch 18.11.2026, 19 Uhr

online & kostenfrei

Im 19. und 20. Jahrhundert verstanden viele Juden sich als deutsche Patrioten, wirkten positiv in Kultur, Wirtschaft, Politik – und sahen sich dennoch zunehmender antisemitischer Stimmung ausgesetzt. Diese fand ihren grausigen Gipfel im Dritten Reich unter Adolf Hitler. Diese Gesellschaft setzte alle Mittel ein - Bücherverbrennungen, Propaganda, Erziehung, Massenmord -, um jegliche Spur jüdischer Präsenz und jüdischen Geistes auszumerzen. In dieser Kursstunde wird nach den Motiven und geistigen Quellen für die mörderische Shoah, den Holocaust gefragt.

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e. V. und der vhs Löhne

Die Anmeldung zu diesem Kurs und den weiteren Teilen der insgesamt sieben Teile umfassenden Geschichte des Antisemitismus ist bei der VHS Herford möglich.

Geschichte des Antisemitismus

Teil 6: Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert

Mittwoch 18.11.2026, 19 Uhr

online & kostenfrei

Im 19. und 20. Jahrhundert verstanden viele Juden sich als deutsche Patrioten, wirkten positiv in Kultur, Wirtschaft, Politik – und sahen sich dennoch zunehmender antisemitischer Stimmung ausgesetzt. Diese fand ihren grausigen Gipfel im Dritten Reich unter Adolf Hitler. Diese Gesellschaft setzte alle Mittel ein - Bücherverbrennungen, Propaganda, Erziehung, Massenmord -, um jegliche Spur jüdischer Präsenz und jüdischen Geistes auszumerzen. In dieser Kursstunde wird nach den Motiven und geistigen Quellen für die mörderische Shoah, den Holocaust gefragt.

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e. V. und der vhs Löhne

Die Anmeldung zu diesem Kurs und den weiteren Teilen der insgesamt sieben Teile umfassenden Geschichte des Antisemitismus ist bei der VHS Herford möglich.

Neutralität, Haltung und Partizipation in der historisch-politischen Bildung

Seminar: Zwischen Beutelsbacher Konsens, Kontroversität und pädagogischer Verantwortung

Termin & Ort
📅 19.–21. November 2026 (Donnerstag bis Samstag)
📍Vlotho, GESW - Gesamteuropäisches Studienwerk e.V., Südfeldstraße 2 – 4, 32602 Vlotho
💶 Teilnahmegebühr: 70 €

zum Online-Anmeldeformular

Kooperationsveranstaltung von GESW e.V. und Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Worum geht es?
Wie viel Haltung ist in der historisch-politischen Bildung möglich und wo beginnt (oder endet) Neutralität?
Die Veranstaltung widmet sich aktuellen Spannungsfeldern pädagogischen Handelns zwischen Kontroversität, professioneller Verantwortung und partizipativen Bildungsansätzen. Im Fokus stehen rechtliche und normative Grundlagen ebenso wie konkrete Herausforderungen aus der Bildungspraxis an sensiblen historischen Lernorten.

Inhalte des Seminars

  • Neutralität und Haltung in der politischen Bildung
  • Beutelsbacher Konsens: Überwältigungsverbot & Kontroversitätsgebot
  • Menschenwürde als Grenze pädagogischen Handelns
  • Rolle von Multiplikator*innen in kontroversen Diskursen
  • Kriegsgräberstätten als herausfordernde Lernorte
  • Professionelle Positionierung in der historisch-politischen Bildungsarbeit
  • Reflexion eigener pädagogischer Praxis

Zielgruppe
Multiplikatorinnen der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung (z. B. Lehrkräfte, Bildungsreferentinnen, pädagogische Fachkräfte)

Zur Webseite der GESW

Neutralität, Haltung und Partizipation in der historisch-politischen Bildung

Seminar: Zwischen Beutelsbacher Konsens, Kontroversität und pädagogischer Verantwortung

Termin & Ort
📅 19.–21. November 2026 (Donnerstag bis Samstag)
📍Vlotho, GESW - Gesamteuropäisches Studienwerk e.V., Südfeldstraße 2 – 4, 32602 Vlotho
💶 Teilnahmegebühr: 70 €

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Kooperationsveranstaltung von GESW e.V. und Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Worum geht es?
Wie viel Haltung ist in der historisch-politischen Bildung möglich und wo beginnt (oder endet) Neutralität?
Die Veranstaltung widmet sich aktuellen Spannungsfeldern pädagogischen Handelns zwischen Kontroversität, professioneller Verantwortung und partizipativen Bildungsansätzen. Im Fokus stehen rechtliche und normative Grundlagen ebenso wie konkrete Herausforderungen aus der Bildungspraxis an sensiblen historischen Lernorten.

Inhalte des Seminars

  • Neutralität und Haltung in der politischen Bildung
  • Beutelsbacher Konsens: Überwältigungsverbot & Kontroversitätsgebot
  • Menschenwürde als Grenze pädagogischen Handelns
  • Rolle von Multiplikator*innen in kontroversen Diskursen
  • Kriegsgräberstätten als herausfordernde Lernorte
  • Professionelle Positionierung in der historisch-politischen Bildungsarbeit
  • Reflexion eigener pädagogischer Praxis

Zielgruppe
Multiplikatorinnen der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung (z. B. Lehrkräfte, Bildungsreferentinnen, pädagogische Fachkräfte)

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Neutralität, Haltung und Partizipation in der historisch-politischen Bildung

Seminar: Zwischen Beutelsbacher Konsens, Kontroversität und pädagogischer Verantwortung

Termin & Ort
📅 19.–21. November 2026 (Donnerstag bis Samstag)
📍Vlotho, GESW - Gesamteuropäisches Studienwerk e.V., Südfeldstraße 2 – 4, 32602 Vlotho
💶 Teilnahmegebühr: 70 €

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Kooperationsveranstaltung von GESW e.V. und Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Worum geht es?
Wie viel Haltung ist in der historisch-politischen Bildung möglich und wo beginnt (oder endet) Neutralität?
Die Veranstaltung widmet sich aktuellen Spannungsfeldern pädagogischen Handelns zwischen Kontroversität, professioneller Verantwortung und partizipativen Bildungsansätzen. Im Fokus stehen rechtliche und normative Grundlagen ebenso wie konkrete Herausforderungen aus der Bildungspraxis an sensiblen historischen Lernorten.

Inhalte des Seminars

  • Neutralität und Haltung in der politischen Bildung
  • Beutelsbacher Konsens: Überwältigungsverbot & Kontroversitätsgebot
  • Menschenwürde als Grenze pädagogischen Handelns
  • Rolle von Multiplikator*innen in kontroversen Diskursen
  • Kriegsgräberstätten als herausfordernde Lernorte
  • Professionelle Positionierung in der historisch-politischen Bildungsarbeit
  • Reflexion eigener pädagogischer Praxis

Zielgruppe
Multiplikatorinnen der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung (z. B. Lehrkräfte, Bildungsreferentinnen, pädagogische Fachkräfte)

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Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS e.V.
Projekt NRWeltoffen
Kreishausstr. 6
32051 Herford
05221.275725-4/-5
post@gegenrechts.info

Erhan Kara
Bildungsreferent
05221.275725-4

Ann-Christin Kleinert
Bildungsreferentin
05221.275725-5