09.06.2020

Online Vortrag

Verbrannte Orte

Schon drei Monate nach ihrer Machtübernahme begannen die Nationalsozialisten Einschüchterungspraktiken auszuüben. Einen ersten Höhepunkt bildete die Erstellung der »Liste des undeutschen Geistes«, auf der sich 131 Autoren befanden. Bücher dieser Autoren wurden am 10. Mai 1933 auf öffentlichen Plätzen, in mehr als 20 Städten, verbrannt. Dies wurde als »Aktion wider den undeutschen Geist« bekannt. Diese Aktion und die Verbrennungen wurden aus dem Kreise der Deutschen Studentenschaft zentral organisiert. Neben der systematischen und zentral organisierten Verbrennung gab es an vielen Orten weitere Bücherverbrennungen, organisiert von lokalen Akteuren.
Bereits im März 1933 kam es in vielen deutschen Städten zu Bücherverbrennungen. In dieser Phase wurden sie hauptsächlich als Mittel der Einschüchterung gegen die politischen Gegner verwendet. Der Großteil der über 90 Verbrennungen ist der Allgemeinheit kaum bekannt.
Aus diesem Grund hat sich das Projekt »Verbrannte Orte« zum Ziel gesetzt, diese Orte zu dokumentieren und mit geschichtlichen Erläuterungen und Erinnerungen von ZeitzeugInnen darzustellen. Der Initiator und Fotograf Jan Schenck stellt die entstandenen Fotos und das Projekt »Verbrannte Orte« vor. Das wandelte sich während der Arbeit daran von einem analogen Fotoprojekt zu einem »digitalen Gedenkort«.

Ort: online, Näheres bei Anmeldung
Zeit: Dienstag 19 Uhr
Anmeldung: bis 6.6. an post@gegenrechts.info
Kontakt: 9.November@gmx.de
Veranstalter*in: Initiative 9. November Bünde

Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus 2020

TERMINE

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